Warum die Hund-Hund-Beziehung häufig überschätzt wird

February 21, 2019

Warum die Hund-Hund-Beziehung häufig überschätzt wird

Kaum ein Thema wird in der Hundewelt so romantisiert wie die Beziehung und das Spielverhalten unter Hunden. Viele Hundehalter haben das Bild vor Augen, Hunde bräuchten vor allem andere Hunde, um glücklich, ausgeglichen und sozial zu sein.

Entsprechend wird großer Wert auf Hundewiesen, Freilaufgruppen und möglichst viele Sozialkontakte gelegt. Doch dabei gerät häufig ein wichtiger Aspekt in den aus dem Fokus: Der wichtigste Sozialpartner des Hundes ist in der Regel nicht ein anderer Hund. Es ist sein Mensch.

Hunde wurden über unzählige Generationen hinweg nicht dafür selektiert, eigenständige Rudelgemeinschaften zu bilden. Sie wurden zu unseren Begleitern. Zu Partnern, die sich an unserer Seite, mit uns in einer von uns geschaffenen Welt bewegen.

Natürlich können Hunde Freundschaften entwickeln und natürlich gibt es Hunde, die sich mögen, gemeinsam entspannen oder gerne miteinander interagieren. Doch daraus abzuleiten, dass möglichst viele Hundekontakte grundsätzlich erstrebenswert wären, ist ein tragischer Trugschluss.

Denn soziale Kompetenz zeigt sich nicht darin, mit jedem Kontakt aufnehmen zu wollen.

Sondern darin, unterscheiden zu können. Wann Nähe angebracht ist. Wann Abstand sinnvoll ist. Und ein Nein als ein Nein zu akzeptieren.

Viele Schwierigkeiten beginnen dort, wo ein Hund lernt, sich stärker an anderen Hunden zu orientieren als an seinem Menschen.

Denn je mehr Verantwortung, Orientierung und Bestätigung ein Hund im Kontakt mit Artgenossen sucht, desto mehr verliert der Mensch seine Rolle als zentraler Bezugspunkt. Dabei sollte es gerade diese Beziehung sein, die dem Hund Sicherheit gibt.

Ein sozial kompetenter Hund braucht deshalb nicht möglichst viele Kontakte.

Er braucht die Fähigkeit, mit anderen Hunden angemessen umzugehen – und einen Menschen, an dem er sich orientieren kann.

Denn Sicherheit entsteht selten durch die Anzahl sozialer Kontakte.

Sie entsteht dort, wo ein Hund weiß, woran er sich halten kann.

Wenn du etwas verändern willst, fang an.
Du kannst weitermachen wie bisher.
Oder du entscheidest dich, etwas zu verändern.Wenn du merkst, dass dein Alltag mit deinem Hund so nicht funktioniert,
dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, es anders zu machen.
Jetzt per E-mail Bewerben

1:1 online • deutschsprachig • international